Sport
Sonntag, 11. Januar 2009 08:34
Die Bamberger haben gestern Abend in einem enttäuschenden Spiel mit 65:71gegen die 99ers verloren.
Eine faustdicke Überraschung ist den abstiegsbedrohten Köln 99ers am Samstagabend in der ausverkauften Bamberger JAKO Arena gelungen, die Brose Baskets hingegen haben nach Niederlagen in Bonn und Zgorzelec auch ihren Heimauftakt ins Jahr 2009 in den Sand gesetzt. 65:71 (35:36) unterlagen die Oberfranken verdientermaßen nach einer uninspirierten Vorstellung ohne Intensität.
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Unter den Augen ihres langzeitverletzten Teamkollegen Ademola Okulaja starteten die Gastgeber mit Rivera, Greene, Garrett, Suput und Taylor gegen Gordon, Hunt, Turner, Terrell und Bavcic. Kölns neuer Center nutzte ein Missmatch gegen Rivera für die ersten Punkte, die Brose Baskets fanden lange keinen Weg durch die Phalanx ihrer größeren Kontrahenten aus dem Rheinland. Die zogen durch zwei Dreier von Jeremy Hunt auf 2:8 davon, Suput hatte aus der Distanz allerdings die prompte Antwort und Demond Greene schlug den Fastbreak zum 7:8 nach vier Minuten ein. Schoo für Bavcic hieß es dann bei Köln, denn der Bosnier hatte früh zwei Fouls auf dem Konto, seine Kollegen nutzten die Geschenke der Bamberger Abwehr jedoch dankbar aus. Fortwährend lagen die Gäste vorne, ehe nach acht Minuten Greene und Garrett ihre Distanzwurfqualitäten zeigten, um Bamberg mit 17:14 in Front zu schießen. Wie wenig intensiv die Partie war, zeigte sich an der Tatsache, dass die Brose Baskets lediglich zwei Fouls in den ersten zehn Minuten begingen, die sie hauchdünn 17:16 gewannen.
Übers ganze Feld trug Beckham Wyrick den Ball für die ersten Zähler des zweiten Abschnitts, nachdem Karsten Tadda ihm den Rebound im Fallen zugespielt hatte. Ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand, aber nicht weniger erfolgreich legte Jared Newson zum 21:18 nach, ehe wiederum Wyrick von der Freiwurflinie traf. Den Hausherren fehlte das letzte Engagement, die Genauigkeit im Angriff, der Biss an den Blöcken, so dass die Kölner nach 14 Minuten zum 22:22 ausglichen. Nun schalteten die Oberfranken einen Gang höher, eroberten hinten zwei Bälle und lieferten durch ein kluges Anspiel von Rivera, der den zum Block einfliegenden Hunt sah, auf Newson für den spektakulären "Jam" das Highlight der bisherigen Begegnung. Sofort nahm die Gästebank ihre erste Auszeit, was genügte, um wieder den alten Trott auf dem Parkett einkehren zu lassen. Durch ein Foul an Demond Greene beim Dreier bescherte Gordon der Heimmannschaft eine 31:28-Führung, 80 Sekunden vor der Pause konnte Hunt mit seinem dritten Dreier die 99ers dann wieder auf 33:32 heranbringen. Hunt war es auch, der mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit den Pausenstand von 35:36 herstellte, nachdem Suput und Rivera ein Pick and Roll an der Mittellinie geswitcht hatten.
Per Dunking eröffnete Robert Turner das dritte Viertel, Bamberg hingegen vertendelte die Kugel im ersten Angriff. Durch Jamon Gordons Dreier hieß es nach 21 Minuten 35:41, die Partie drohte den Franken zu entgleiten. Als dann Tim Ohlbrecht Björn Schoo bei dessen erfolgreichem Dunking eher streichelte als foulte, reichte es Chris Fleming auf der Bank. Aus der Auszeit kam seine Truppe zwar sichtbar einen Schritt schneller, der Neun-Punkte-Rückstand wollte aber erst einmal aufgeholt werden. Michael Jordan machte per Dreier den Anfang und schickte gleich noch einen Wurf von draußen zum 41:44 hinterher. Da die Gäste keineswegs überragend agierten, blieben die Brose Baskets auf Tuchfühlung, ausgleichen konnten sie die Begegnung aber nicht. Zwischendurch setzte Chris Fleming auf eine extrem kleine Aufstellung mit Newson, Suput und Wyrick auf den Positionen drei bis fünf, aber auch dagegen fanden die Gäste nach anfänglichen Problemen Lösungen. Dank ihrer Nervenstärke von der Freiwurflinie blieben die Gastgeber nach 30 Minuten vor 6800 Zuschauern zumindest dran - 49:52.
Predrag Suput markierte im ersten Angriff den Ausgleich, es war also angerichtet für heiße zehn Minuten. Einen Kölner Katastrophenpass trug Filiberto Rivera unbedrängt zur ersten Bamberger Führung der zweiten Halbzeit, umgehend nahmen die Kölner die Auszeit. Rivera hielt Gordon acht Sekunden in dessen eigener Hälfte, anschließend foulte Bavcic Suput - sein viertes. Rivera versetzte Köln den nächsten Stich, aber Hunt nutzte nach mehreren Offensivrebounds die Chance von außen zum 58:57. Der beste Kölner brachte sein Team wieder in Führung, ehe Jared Newson übernehmen wollte. Zunächst blockte er den vollkommen arglosen Gordon im Fastbreak, dann versuchte er im Gegenzug, Björn Schoo aufs Poster zu bringen, handelte sich aber ein Offensivfoul ein. Köln machte sich die Situation clever zunutze, ließ den heißen Hunt immer wieder losziehen und abschließen. Zweieinhalb Minuten vor der Sirene lagen die Gäste mit einem Punkt vorne und Ohlbrecht verbuchte einen Block gegen Bavcic, der jedoch den freien Ball einsammelte und ihn den ganzen freien Weg zum 62:65 trug. Gordon erhöhte per Drei-Punkt-Spiel, Ohlbrecht konterte auf dieselbe Art und Weise, bevor Demond Greene duch ein höchst überflüssiges Foul an der Mittellinie Hunt zum 65:70 einlud. Damit war die Entscheidung gefallen, die Brose Baskets hatten absolut nichts mehr entgegen zu setzen.
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