Dienstag, 12. Februar 2008 16:29
Muss Kinderbuch des Aschaffenburger Alibri-Verlags auf Index gesetzt werden?
Wo bitte geht s zu Gott? fragt sich nicht nur das kleine Ferkel, das haben sich natürlich auch schon vorher viele andere gefragt. Aber ist das Stoff der schon in Kinderbücher gehört?
Beim Alibri-Verlag in Aschaffenburg, dem selbsternannten Forum für Utopie und Skepsis, sieht man das durchaus so. Verlagsleiter Gunnar Schedel sieht dieses Buch als Erweiterung für Eltern, die eben keiner Konfession angehören und ihre Kinder frei im Glauben erziehen wollen.
Wer in dem Buch blättert wird feststellen, dass nicht nur Christen, Juden und Muslime und deren Religionen an den Pranger gestellt werden. Am Ende stellt sich die generelle Frage nach Gott. Gibt es ihn überhaupt oder lebt es sich ohne ihn genauso? Skepsis ja, Blasphemie nein , sagt man im Bistum Rottenburg-Stuttgart und bat deshalb bereits im Dezember letzten Jahres die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg um Überprüfung des Inhaltes.
"Vor allem das Judentum wid lächerlich gemacht, die Karrikaturen machen Kindern Angst", so Dr. Thomas Broch, von der Pressestelle des Bistums. Aber ist der Glaube an etwas Höheres nicht jedem selbst überlassen?
Ob das Bewusstsein im Kindesalter jedenfalls damit schon umgehen kann, sei dahingestellt. Die Rezessionen der Erwachsenen im Internet sind gespaltener Meinung. Im Kindergarten werden sich die Kinder aber kaum über solche Themen unterhalten. Und so verspricht das Buch wenigstens den Nichtgläubigen eine amüsante Lektüre zu sein, und wünscht einen "HEIDENspaß".
Durch das große Medieninteresse hat der Verlag derzeit sogar einen Lieferengpass des Buches. Am 06. März wird die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien dann entscheiden, ob dieses Buch überhaupt weiterhin im Verkaufsregal stehen darf oder auf den Index kommt.
Das Ergebnis erfahren Sie dann natürlich hier bei uns.
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