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Mittwoch, 28. Oktober 2009 15:56
Überdimensionales Buch vor Marx-Kopf
Damit startet das schwedische Möbelhaus die im Vorfeld heiß diskutierte Werbeaktion zu seinem 15. Geburtstag. In den kommenden 4 Wochen wird das 5,10 Meter hohe und 8 Meter breite Buch das Karl-Marx-Monument teilweise verdecken. Laut Geschäftsführer Raymond Döring will sich das Unternehmen damit bei den Chemnitzer für Ihre Treue bedanken. Mit dem SACHSEN FERNSEHEN Newsletter sind Sie immer top informiert! Die komplette Nachricht mit allen Audio- und Videoinhalten sowie viele weitere aktuelle Beiträge finden Sie unter http://sachsen-fernsehen.de/default.aspx?ID=1095&showNews=561827
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Beiträge: 37
Traute
Besser ein nordisches Möbelhausbuch als ein Brett vor dem Kopf:-)
Proletarier
Solche Schwachsinns-Aktionen sind kaum noch zu kommentieren.
Die Straßen u. Fußwege kaputt, aber Fußwege will man jetzt reinigen, 50 m für 350 €. Man sollte sie lieber dreckig lassen, dass man nicht sieht, wie kaputt sie sind. Und hier startet man solche Aktionen. Marx würde sich im Grab rumdrehen, wenn er sehen könnte, was man aus seinen Thesen gemacht hat: eine Ikea-EIGEN-Werbung.
Rüdiger Kalupner
Welch' eine Nachfolgeaktion von IKEA!
Am 27.6.2008 habe ich zum Start der Marx-Kopf-Verhüllungsaktion ein Flugblatt verteilt, in dem ich den Machtanspruch der KREATIVEN KLASSE - als Erbe der Marx'schen Weltrevolutionsaufgabe -vorstellte.
Ich bin B'vorsitzer der DIE KREATIVEN, 1. evolutionistische Partei der Welt,gegr. am 23.9.1985 in Erlangen.
Wer sich über die evolutionsgesetzliche Logik und die Aktualität unseres Erbes interessiert, dessen Aktualität seit dem Absturz des 2%-Wachstumszwang-Absolutisten in Deutschland sichtbar für jeden ist, der muß nur auf unserer Website nachlesen: http://www.die-kreativen-partei.de/. Leider hat über die KREATIVE Nachfolge-Option und über die lokalen Sensation nichts berichtet.
Doch IKEA hat auch etwas mit KREATIVEN gemeinsam: wir denken global und sind wegen unserer KREATIVITÄT politisch unaufhaltsam....
Grüße
Rüdiger Kalupner
Tobias
Können Sie mir erklären, was eine Werbeaktion mit kaputten Fußwegen zu tun hat? Das eine ist eine Unternehmenssache, das andere ist Sache der Stadt. Und durch diese Werbeaktion nimmt die Stadt bestimmt ein paar Kröten ein.
Und wenn Sie von Marxschen Thesen reden, dann erklären Sie doch mal kurz was diese besagen. Ich kenne mich da nicht spitze aus, aber ein gewisses Grundverständnis bringe ich dafür schon mit. Ich möchte Ihnen da nicht zu nahe treten, aber ich fürchte dass es an gerade diesem bei Ihnen fehlt.
Fazit: Regt euch doch bitte nicht über alles auf. Vor allem nicht wenns unqualifizierter Mist ist.
unwichtig
Von Marx gibt es einen Ausspruch: Nichts Menschliches ist mir fremd. - Das kann man wohl auch von dieser IKEA-Aktion sagen.
Thorsten Petzold
Richtig, Proletarier.. Auf der einen Seite 260 Leute in Deutschland auf die Strasse setzen wegen "fehlender Nachfrage" - auf der anderen Seite ganzseitige Anzeigen in Österreich schalten, dass das Billy-Regal jetzt noch um 30% billiger geworden ist dank Out-Sourcing in die Slowakei.. Und Chemnitz stellt sich dafür als Bühne zur Verfügung! Pfui Teufel!
anonymus
das sind die Vorzeichen vom Ende des Kapitalismus und seinem Wahnsinn..ich glaub ich spinne eine verarsche...chemnitz die stadt der dummen! den Holzwürmern von ikea ist nichts heilig,ausser ihre eigene Volksverdummung und kommerzielle Show..
ANONYM
Wie wäre es wenn die Stadt den Nischelabriß mit den 25000 Euro finanziert, denke da bleibt sicher noch was übrig um es mal sinnvoll einzusetzen.
anonym.
@Thorsten Petzold
Ist doch alles diese heilige Kuh "Globalisierung",unter der alles langläuft.
Claudia
Ich finde es auch daneben zumal zwischen dem Nischel und Ikea Welten liegen. Für was braucht Ikea diese Werbeaktion? Kunden haben sie doch genug ...
Naja die Ideen mancher Leuter werden immer einfallsloser ... da hätte man ihm auch den Otto-Katalog vor die Nase setzen können
Joe
Für IKEAD lohnt es sich doch schon dass alle drüber reden und oft IKEA genannt wird! Die eigentliche Aktion ist doch da nicht so wichtig! Werbung machen doch die Leute die laut drüber diskutieren wie wir! Die Presse schreibt kostenlos darüber..! Das ist ein genialer Werbeschachzug!!
Ch
k.T.
Kaßberger
Die Aktion gehört mal wieder zum cleveren Marketing von IKEA. Da zusätzlich auch noch ein Beitrag zur Sanierung des Nischel rausspringt, ist auch positiv.
anonym
Das alles ist doch nur zur Unterhaltung gedacht, was kann ich dafür, wenn Ihr daraus ein Drama macht.
Proletarier
Marketing u. die andere Seite, dazu wird Marx genommen, der den Menschen verklickerte Proletarier (" Das Proletariat (von lat. proles = die Nachkommenschaft) bezeichnet die gesellschaftliche Schicht der Landlosen und Lohnabhängigen (Besitzlosen)...")aller Länder vereinigt Euch! Und jetzt schieben die Besitzenden auf seine Kosten die Kugel, lacht. Was hat man nur in Chemnitz aus einer wertvollen Geschichte gemacht, indem alles sinnlos vermischt, dass die Menschen die Wahrheit nicht mehr rausfinden können.
„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ und endet mit dem bekannten Aufruf: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ ....
Heidi
Marx passt sowenig zu Ikea, wie eine Sau in den Hühnerstall ....
Fab
Wenn man einige Meinungen so liest, dann blutet einem als Chemnitzer mit "Leib und Seele" schon das Herz!
Wozu denn diese ganze Aufregung??? Ich finde die Aktion gut - über Chemnitz wird erstens mal gesprochen und zweitens bringt diese Kampagne doch am besten das "Stadt der Moderne" zum Ausdruck!?
Aber nee - der kleine bornierte Chemnitzer denkt mit Freuden an die Zeit, als er mit der Nelke am Revers dort vorbeimarschiert ist!
Mein Aufruf: Schaut endlich nach vorne und lasst Chemnitz mal zu ner Stadt gedeihen, die man auch ernst nimmt!!! In Leipzig und Dresden wird doch über uns gelacht: keine echte Zuganbindung, der Weihnachtsmarkt klappt um 8 die Buden zu, der Streit um diese Aktion und so weiter... Kein Wunder, dass hier kaum junge Menschen leben wollen.
Allein im Rathaus hat man sich das wahrscheinlich auch gedacht und der Aktion (zum Glück) grünes Licht gegeben!
Ich wünsche Chemnitz eine tolerantere Zukunft!
Hansi
Ich bin davon überzeugt, wenn Ikea eine Filiale in Braunau am Inn eröffnen würde, dann würde es auch mit dem dort stehenden Geburtshaus Hitlers Werbung betreiben.
Traute
@ Hab ich wünsche Dir auch eine tolerantere Zukunft!
Und das es soweit kommt mit der Toleranz, dass Du die paar Andersmeinungen ohne enormen Zorn erträgst.
Manch einer merkt nicht, dass auch er eine spezielle Sicht auf die Dinge hat und somit auch sehr auf die Toleranz seiner Mitmenschen angewiesen ist. Schwamm drüber ich zähle mich auch dazu:-)
Fab
Nein - Zorn möchte ich es nicht nennen... Es schmerzt halt!
Ich kann auch verstehen, wenn es den einen oder anderen gibt, der das nicht gut findet! Aber irgendwie kommt es einem zum. in der Presse so vor, als ob das der Großteil ist! Das bringt doch aber Chemnitz nicht voran!?
Wir sollten eine lebendige Stadt sein.
Wenn ich die Bilder von Chemnitz vor seiner Zerbombung sehe, dann sehe ich eine quicklebendige und für damalige Zeiten sehr moderne Stadt - warum schaffen wir es nicht, diese jetzt wieder mit neuem Leben zu füllen? Alte und neue Dinge in Einklang zu bringen und auch mal mit Humor auf sich zu schauen? Warum muss man immer alles so verbissen sehen? Das ist es, was ich nicht verstehe!!! Haben wir das etwas nötig?
Traute
Das Chemnitz ist mir ans Herz gewachsen, auch wenn es ein Problemkind ist.
Mindestens 120.000 Einwohner sind abgewandert, in der Regel die Jungen aktiven.
Nun sind die Alten es die den Handel und Wandel noch aufrecht zu erhalten.
Es hat sich gegenüber der DDR Zeit viel getan zur Rettung der Gebäude. Aber der Abbau der Arbeitsplätze samt den vielen Firmen zeigt sich überall.
Aber im Republikmaßstab sind wir, die Chemnitzer am Katzentisch,schade.
Lokalpatriot
> wenn Ikea eine Filiale in
> Braunau am Inn eröffnen würde
Und wenn der Hansi mal nicht seiner Phobie gegen Unternehmer und seiner Panik gegen Rechts nachgeben würde, wäre das ganze Leben nur noch ein Ikea-Kinderparadies mit bunten Plastebällen.
PS: Ich finde die Aktion in Ordnung. Stadt im Gespräch. Nischel im Gespräch. Ikea im Gespräch. Das passt schon. Zumal der Möbelriese ja auch etwas dafür tut (Sanierung, Rasenpflege).
anonymus
wenn ich das lese..Ich wünsche Chemnitz eine tolerantere Zukunft! mir wird es schlecht...hast du noch e Hirn oder so was..wie kann ich Dummheit tolerieren vor allem wenn die Umgebung siehe Brückenstresse so hässlich ist. ich wandere auch bald aus aus Chemnitz..eine Stadt die diskutiert über Öffnungszeiten des Weihnachtsmarkt.alte Leute die in der Innenstadt wohnen und alles zu Sau machen weil sie sich gestört fühlen,ein Stadtfest wo Nazisecurity für Ordnung sorgen und dann dieser scheiss mit der Werbung vorm nischel..mir tut der Knopf weh. weiter so alles gute Chemnitz!
anonym
Wieso setzt du Marx mit Hilter gleich? Bist du krank im Kopf?
Marx war weder Staatsmann wie Hitler bzw. Stalin oder Lenin sondern Philosph. Was Stalin und Lenin aus seiner Lehre gemacht haben, ist nicht ihm anzulasten!
arno nym
früher hat marx auf den intershop geschaut, heute auf einen ikea-katalog.
ich finde die aktion in ordnung, immerhin kümmert sich ikea um das areal und es ist mal was anderes. nichts ist schlimmer als stupide tradition...
Jessi
Mein schatz hats mit gebaut und ich bin stolz drauf!!
fred
Ausgerechnet T.P. der hier ganz schnell dabei ist, den anderen reine Ideologie zu unterstellen, wird hier verdammt ideologisch. Wo war denn Marx. gegen die Globalisierung? Er hat sie doch schon damals analysiert, auch wenn Marx das alles noch nicht als Globlalisierung bezeichnet hat. Und deshalb rief er dazu auf, dass sich auch die Proletarier "globalisieren" sollen. Ich finde im Gegensatz zu vielen anderen Linken, die Idee hervorragend. Die hat doch Witz, was man von anderen Ideen nicht so behaupten kann. Und den möchtegernrevolutionären will ich nur sagen: Geduld ist die Haupttugend eines wahren Revolutionärs.
anonym
Deine Abwanderung ist sicher kein Verlust für die Stadt...
anonymus
an jessi..dein schatz war wahrscheinlich noch ein euro jopper!...hiiieeeellllffffeeeeee chemnitz du bist nicht mehr zu retten!
Hansi
anonym, 29.10. 14:45, das habe ich so auch nicht gemeint. Ich wollte damit lediglich sagen, dass es ikea (und auch anderen Firmen) scheißegal ist, womit sie werben. Die T-a-t-s-a-c-h-e, dass Geschichte allein zu Zwecken der Werbung missbraucht wird ist es, was ich so verwerflich finde! Natürlich darf niemand Hitler mit Marx vergleichen und ich werde mich auch davor hüten, schon allein was das rapide Intelligenzgefälle zwischen beiden Männern betrifft. Und ich weiß auch sehr wohl, dass es dumm ist, Marx anzulasten, was Stalin und andere aus seiner Lehre gemacht haben! Entschuldige bitte, dass ich dieses Missverständnis in die Welt gesetzt habe.
Hansi
Lokalpatriot, schaue bitte unter "meistkommentiert - Verkehrskontrolle in Chemnitz"
fred
Wieso ist das Missbrauch der Geschichte? Was hast Du denn dagegen, dass Firmen, die ihre Niederlassung in Chemnitz haben, für mehr Umsatz werben? Weil sie kapitalistisch sind? Nunja, wir leben aber doch im Kapitalismus. Da wird immer wieder gefordert, dass die Stadt Soziales leisten soll, da wird dagegen gestritten, dass die Eintrittspreise im Tierpark erhöht werden u. u. u. - aber wo kommt das Geld her? Auch von den Steuern, die die Firmen abführen müssen. Und um Steuern abführen zu können, da müssen die Umsatz machen, was schreibe ich, die müssen Gewinne machen um was abführen zu können. Und dafür müssen sie Werben. In der Werbung braucht es einen besonderen Kick. Das stilisierte Buch vor dem Monument tut weder der Person Marx noch den Bürgerinnen und Bürgern weh. Nur gut, dass es das Politbüro nicht mehr gibt. die Greise von damals hätte so etwas nicht erlaubt. Allerdings auch nicht solche Foren.
anonym
Dankeschön.
Traute
Vor lauter Eifer hast Du die Kunden vergessen und das sind wohl zu einem großen Teil die Chemnitzer, für den Teil der hier wirbt.
Und da schließt sich der Kreis, wer den Kunden all dieser Steuerzahlenden Firmen keinen Lohn zu Verdienen bietet der schafft sich selber ab, samt den Unternehmen. Nur wenn dem Arbeiter auch der Lohn gezahlt wird die Dinge die hergestellt und Vertrieben werden, auch zu kaufen, tut genau das Richtige für sich die Stadt und die Bürger.
chemnitzer09123
... wer braucht so was ?
Wir Chemnitzer sind doch für alles gut.
Es genügt wohl nicht, in diesem Tempel mal was gekauft zu haben. Ist mir alles viel zu groß.
Ich brauche IKEA nicht wirklich ! Außerdem komme ich da kaum hin, wegen der langen umständlichen Anfahrt durch die CVAG.
fred
Da gebe ich Dir ja recht, aber wenn ich so durch IKEA gehe, dann denke ich mir manchmal, dass die Menschen doch einiges Geld haben. Der Laden ist meistens brechend voll.
Beobachter
Ikea-Schränke zerfallen schon beim aufbauen. Da ist jede Reklame gut, auch negative. Also nimmt man Marx, der zu DDR-Zeiten, als sehr umstritten galt u. nützt ihn aus.
Man kann nicht alles vermischen, denn dann wird es zum Mischobst. Bestimmte Dinge sollte man trennen u. auch erfahren müssen: Für Geld kann man nicht alles kaufen. Hier soll ein Denkmal auf sehr zweifelhafte Kosten saniert werden, ein Denkmal, dass der Stadt Chemnitz unterliegt u. nicht Ikea für seine zweifelhaften Werbezwecke dienen sollte.